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By Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo

ISBN-10: 3593376474

ISBN-13: 9783593376479

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Letztere akzeptiert lediglich die Begrenzung des freien Willens durch die faktischen Möglichkeiten. Tocqueville selbst bezieht eindeutig Stellung für die Idee einer »gemäßigten, geordneten und durch Glauben, Sitten und Gesetze gefestigten Freiheit« (ER, 112; vgl. auch DA I, 65). Der revolutionäre oder auch atheistische »Geist der Freiheit«, der seine Zeitgenossen beseelt, erregt demgegenüber sein tiefes Misstrauen (DA II, 459). 4 Die negative Freiheit Constants, die sich auf die institutionell abgesicherte Unabhängigkeit des Einzelnen sowie die private Glückssuche beschränkt, ist für Tocqueville nicht ohne den positiven Begriff politischer Partizipation zu denken.

Wer glaubt, »ein Volk könne in den Dingen, die es allein angehen, unmöglich die Grenzen der Gerechtigkeit und der Vernunft völlig verlassen«, der spricht »die Sprache von Sklaven«. Zu Recht berufe sich deshalb ein Bürger, der einem ungerechten Gesetz den Gehorsam verweigert »gegenüber der Souveränität des Volkes auf die Souveränität der Menschheit«, ohne an sich in Frage zu stellen, dass die Mehrheit »das Recht zu befehlen« besitzt. ). Statt in den Gesetzen erkennt Tocqueville eher in den amerikanischen Sitten die Gründe, die die Gefahr einer Mehrheitstyrannei mildern.

Stattdessen interpretiert er sie als Konsequenz der christlichen Auffassung der Menschen als Geschöpfe und Ebenbilder Gottes, wonach sich ein natürliches Vorrecht über seinesgleichen verbietet. Die Ungleichheiten und Unterschiede der Intelligenz und Körperkraft aber seien nichts als Geschenke der Natur, die in der Perspektive des Allmächtigen bedeutungslos werden. In einem Disput mit seinem Assistenten Arthur de Gobineau, der auf dem säkularen Charakter der modernen Rechtsphilosophie beharrt (vgl.

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Alexis de Tocqueville (Campus Einführungen) by Karlfriedrich Herb, Oliver Hidalgo


by Charles
4.3

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